Eine Burrata wirkt von außen wie ein besonders weicher Mozzarella, doch beim Anschneiden passiert etwas ganz anderes: Aus der weißen Hülle läuft eine cremige Füllung. Ich erkläre, was Burrata genau ist, wie sie hergestellt wird, worin sie sich von Mozzarella unterscheidet und wie sie in der Küche wirklich gut gelingt.
Die wichtigsten Fakten zur cremigen Spezialität aus Apulien
- Burrata ist ein italienischer Frischkäse aus einer Pasta-filata-Hülle mit Stracciatella und Sahne im Inneren.
- Die Füllung macht sie cremiger, buttriger und reichhaltiger als klassischen Mozzarella.
- Am besten schmeckt sie leicht temperiert, nicht direkt eiskalt aus dem Kühlschrank.
- Für Pizza und warme Gerichte gebe ich sie meist erst nach dem Backen dazu.
- Geöffnete Burrata sollte möglichst am selben Tag gegessen werden.

Was Burrata so besonders macht
Die kurze Antwort auf die Frage „was ist burrata“ lautet: Burrata ist ein italienischer Frischkäse, der aus einer dünnen Hülle aus gezogener Käsemasse besteht. Im Inneren liegen feine Käsefäden, die mit Sahne vermischt werden. Diese Füllung wird als Stracciatella bezeichnet.
Die äußere Schicht erinnert an Mozzarella, bleibt aber meist dünner und weniger aromatisch. Der eigentliche Reiz liegt im Kern, der beim Aufschneiden weich herausläuft und eine sahnige, leicht süßliche Konsistenz hat. Genau diese Kombination aus elastischer Hülle und cremigem Inneren unterscheidet Burrata von vielen anderen Frischkäsen.
Ursprünglich stammt die Spezialität aus Apulien in Süditalien. Besonders bekannt ist die geschützte Variante Burrata di Andria. Traditionell wird sie überwiegend aus Kuhmilch hergestellt, während Büffelmilch bei bestimmten Varianten ebenfalls zum Einsatz kommt.
Wie die Füllung entsteht
Burrata gehört zur Familie der Pasta-filata-Käse. Bei diesem Verfahren wird die gesäuerte Käsemasse mit heißem Wasser behandelt, geknetet und zu einer formbaren, fadenartigen Struktur gezogen. Aus dieser Masse entsteht zunächst die Hülle.
Für die Füllung wird ein Teil der Pasta filata von Hand in feine Streifen gezupft und mit Sahne vermischt. Diese Stracciatella kommt in die noch formbare Käsehülle, die anschließend verschlossen wird. Das erklärt auch, warum eine gute Burrata beim Anschneiden nicht einfach nur Flüssigkeit verliert, sondern weiche Käsefäden in einer cremigen Sauce zeigt.
Ich achte beim Einkauf darauf, dass die Füllung nicht wässrig wirkt und die Oberfläche glatt und glänzend aussieht. Eine gewisse Lake ist normal. Riecht der Käse jedoch säuerlich, gärig oder unangenehm, sollte er trotz gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr gegessen werden.
Burrata und Mozzarella im direkten Vergleich
Beide Käse werden ähnlich verarbeitet und gehören zu den frischen Pasta-filata-Sorten. Trotzdem verhalten sie sich auf dem Teller sehr unterschiedlich. Die Verbraucherzentrale Bayern nennt für Burrata einen Fettgehalt von bis zu 60 Prozent in der Trockenmasse, während Mozzarella aus Kuhmilch häufig bei etwa 45 Prozent liegt.
| Merkmal | Burrata | Mozzarella |
|---|---|---|
| Aufbau | Dünne Käsehülle mit Stracciatella und Sahne | Gleichmäßige, kompakte Käsemasse |
| Konsistenz | Außen elastisch, innen fließend und cremig | Saftig, weich und schnittfest |
| Geschmack | Sahnig, mild und leicht süßlich | Frisch, milchig und etwas neutraler |
| Fettgehalt | Oft bis zu 60 Prozent i. Tr. | Bei Kuhmilch-Mozzarella häufig etwa 45 Prozent i. Tr. |
| Beste Verwendung | Als Mittelpunkt auf Salat, Brot, Pasta oder Pizza | Für Caprese, Aufläufe, Pizza und Gratins |
Fior di Latte wird oft ebenfalls mit Burrata verglichen. Dabei handelt es sich um einen Mozzarella aus Kuhmilch ohne cremige Füllung. Wer einen klaren, frischen Käsegeschmack sucht, ist mit Fior di Latte gut beraten. Für einen luxuriöseren, fast saucenartigen Effekt greife ich zu Burrata.
So kaufst und lagerst du Burrata richtig
Beim Einkauf auf Frische achten
Burrata ist ein empfindlicher Frischkäse und sollte durchgehend gekühlt worden sein. Die Verpackung darf nicht aufgebläht sein, die Lake sollte sauber aussehen und der Käse sollte nicht trocken an der Oberfläche wirken.
Die Bezeichnung allein sagt noch nicht alles über die Qualität aus. Ich lese deshalb die Zutatenliste und prüfe, ob Sahne und Milch die gewünschte cremige Struktur erwarten lassen. Eine geschützte Herkunftsbezeichnung wie Burrata di Andria IGP kann ein Hinweis auf eine klar definierte traditionelle Herstellung sein, ersetzt aber nicht die Prüfung von Frische und Kühlkette.
Aufbewahrung im Kühlschrank
Bis zum Verzehr bleibt die Burrata in ihrer Originalverpackung und in dem vorgesehenen Aufguss. Ich lagere sie im Kühlschrank nach den Temperaturangaben auf der Packung und nehme sie etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Essen heraus. So kann sich das Aroma besser entfalten.
Nach dem Öffnen verliert sie schnell an Qualität. Idealerweise wird sie sofort oder innerhalb von 24 Stunden gegessen. Einfrieren halte ich nicht für sinnvoll, weil die Hülle danach oft brüchig und die cremige Füllung deutlich wässriger wird.
Burrata in der Küche richtig einsetzen
Die einfachste Kombination
Am überzeugendsten finde ich Burrata mit wenigen, kräftigen Zutaten. Reife Tomaten, gutes Olivenöl, etwas Meersalz und Basilikum reichen völlig aus. Die Säure der Tomaten und die Frische des Basilikums geben der reichhaltigen Käsefüllung den nötigen Ausgleich.
Auch auf geröstetem Brot funktioniert sie hervorragend. Dazu gebe ich gerne gegrillte Paprika, Ofentomaten oder etwas Zitronenschale. Süße Zutaten wie Feigen oder Pfirsiche passen ebenfalls, sollten aber sparsam eingesetzt werden, damit das Gericht nicht zu schwer wirkt.
Für Pasta und Pizza
Bei Pasta setze ich die Burrata nicht lange der Hitze aus. Ich rühre sie entweder kurz vor dem Servieren unter die fertigen Nudeln oder verteile sie als Klecks auf dem Teller. Besonders gut passen einfache Tomatensaucen, Pesto, geröstete Zucchini und kräftiges Olivenöl.
Auf Pizza kommt sie bei mir erst nach dem Backen oder in den letzten Minuten darauf. Bei zu großer Hitze verliert die Sahnefüllung ihre frische, cremige Wirkung. Wer eine klassische, vollständig geschmolzene Käsekruste möchte, nimmt besser Mozzarella und verwendet Burrata anschließend als Topping.
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Typische Fehler vermeiden
- Eiskalt servieren: Direkt aus dem Kühlschrank wirkt Burrata fester und aromatisch flacher.
- Zu viele Zutaten kombinieren: Die milde Füllung geht neben starkem Essig, intensiven Gewürzen oder sehr salzigen Zutaten schnell unter.
- Zu lange erhitzen: Die Creme kann sich trennen und die besondere Textur verlieren.
- Mit zu viel Flüssigkeit anrichten: Sehr saftige Tomaten oder dünne Saucen machen das Gericht schnell wässrig.
- Die Hülle vorsichtig behandeln: Sie ist dünn und kann beim Transport oder Schneiden leicht aufreißen.
Woran du eine gute Burrata auf dem Teller erkennst
Eine gelungene Burrata ist außen weich, aber nicht matschig. Beim Öffnen sollte die Füllung langsam herausquellen und aus feinen Käsefäden mit Sahne bestehen. Ist der Kern komplett fest, war der Käse möglicherweise zu kalt, schon älter oder stärker verarbeitet als erwartet.
Für mich braucht Burrata keine komplizierte Rezeptidee. Entscheidend sind Frische, moderate Würzung und ein gutes Gleichgewicht aus Säure, Salz und Fett. Wer diese drei Punkte beachtet, bekommt aus einer einzigen Kugel einen überzeugenden Bestandteil für Salat, Pasta, Brot oder Pizza.