Scones-Rezept mit Buttermilch und Clotted Cream

30. Juni 2026

Cremiger Aufstrich in einer Schale, bereit für das perfekte Scones Rezept. Daneben ein Messer mit etwas Aufstrich.

Inhaltsverzeichnis

Außen leicht knusprig, innen weich und noch warm aus dem Ofen: Gute Scones gelingen schneller, als viele denken. Ich zeige dir ein zuverlässiges Scones-Rezept mit genauen Mengen, die entscheidenden Handgriffe für eine lockere Krume sowie passende Ideen für Clotted Cream, Sahne und Marmelade.

Die wichtigsten Handgriffe für lockere Scones auf einen Blick

  • 8 Scones entstehen aus 300 g Mehl, Butter, Buttermilch und Backpulver.
  • Kalte Butter sorgt beim Backen für eine zarte, leicht blättrige Struktur.
  • Den Teig nur kurz vermengen, sonst werden die Scones kompakt.
  • Bei 220 °C Ober-/Unterhitze brauchen die Teiglinge meist 12 bis 14 Minuten.
  • Am besten schmecken sie lauwarm mit Marmelade und einer dicken, cremigen Begleitung.

Cremiger Aufstrich in einer Schale, bereit für das perfekte Scones Rezept. Daneben ein Messer mit etwas Aufstrich.

Das klassische Scones-Rezept für acht Stück

Ich halte die Grundversion bewusst schlicht. Scones leben nicht von einer langen Zutatenliste, sondern vom Verhältnis aus Mehl, kalter Butter und Flüssigkeit. Für acht mittelgroße Stücke brauchst du folgende Zutaten:

Zutat Menge Hinweis
Weizenmehl 300 g Type 405 für besonders zarte Scones, Type 550 für etwas mehr Biss
Backpulver 2 gestrichene TL, etwa 8 g frisches Backpulver verwenden
Zucker 40 g für eine mild süße Basis
Salz ½ TL bringt das Aroma ins Gleichgewicht
Kalte Butter 75 g in kleine Würfel geschnitten
Buttermilch 180 ml kalt verwenden
Ei 1 zum Bestreichen

Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor und lege ein Blech mit Backpapier aus. Vermische Mehl, Backpulver, Zucker und Salz. Gib die Butter dazu und reibe sie mit den Fingerspitzen in das Mehl, bis grobe, ungleichmäßige Krümel entstehen.

Gieße die Buttermilch dazu und vermenge alles mit einer Gabel oder einem Teigschaber. Sobald kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist, hörst du auf. Der Teig darf leicht klebrig wirken, denn zu trockener Teig ergibt harte Scones.

Drücke den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 2 bis 2,5 cm dick aus. Steche mit einem runden Ausstecher von etwa 6 cm Durchmesser acht Stücke aus. Den Ausstecher dabei gerade nach unten drücken und nicht drehen, damit die Scones gleichmäßig aufgehen.

Verquirle das Ei und bestreiche nur die Oberfläche. Backe die Scones 12 bis 14 Minuten, bis sie goldbraun sind. Nach fünf Minuten Abkühlzeit kannst du sie bereits servieren. Ich finde, ihr bester Moment ist erreicht, wenn sie noch warm sind, aber nicht mehr dampfend heiß.

So wird der Teig locker statt kompakt

Der häufigste Fehler passiert nicht im Ofen, sondern auf der Arbeitsfläche. Wer den Teig lange knetet, entwickelt Gluten. Das ist bei Brot erwünscht, bei Scones aber unerwünscht, weil die Krume dadurch zäh und brotartig werden kann.

Kalte Zutaten machen den Unterschied

Die Butter sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen. Beim Backen schmilzt sie im heißen Ofen und erzeugt kleine Zwischenräume im Teig. Weiche Butter verbindet sich dagegen zu stark mit dem Mehl, wodurch das Gebäck weniger luftig wird.

Auch die Buttermilch muss nicht auf Zimmertemperatur gebracht werden. Ich stelle sie erst bereit, wenn Mehl und Butter schon vermischt sind. So bleibt der Teig möglichst kühl und lässt sich schneller verarbeiten.

Der richtige Umgang mit dem Ausstecher

Drücke den Ausstecher senkrecht in den Teig und ziehe ihn wieder nach oben. Durch Drehen verschließt du die Teigschichten am Rand, was das Aufgehen bremsen kann. Übrig gebliebene Teigreste darfst du einmal locker zusammendrücken, aber mehrfaches Ausrollen macht die letzten Stücke meist deutlich fester.

Wenn der Teig sehr klebt, streue nicht sofort viel Mehl darüber. Besser ist es, die Hände und die Arbeitsfläche nur dünn zu bemehlen. Zu viel zusätzliches Mehl verändert das Verhältnis der Zutaten und nimmt den Scones ihre zarte Konsistenz.

Clotted Cream, Sahne und Marmelade passend kombinieren

Klassische Scones werden meist mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade serviert. Clotted Cream ist eine sehr dicke, reichhaltige Sahne. In Deutschland ist sie nicht überall erhältlich, deshalb greife ich für eine unkomplizierte Alternative gern zu einer Mischung aus Mascarpone und Schlagsahne.

Schnelle Creme für die Tea Time

Verrühre 200 g Mascarpone mit 100 ml kalter Schlagsahne und einem Esslöffel Puderzucker. Schlage die Mischung nur so lange auf, bis sie streichfähig ist. Etwas Zitronenabrieb passt gut dazu, wenn die Marmelade besonders süß ausfällt.

  • Erdbeermarmelade passt klassisch und bringt Fruchtigkeit.
  • Himbeer- oder Johannisbeergelee sorgt für mehr Säure.
  • Orangenmarmelade gibt den Scones eine herbere, erwachsenere Note.
  • Lemon Curd ist eine gute Wahl für eine frische Variante.

Ich teile die Scones am liebsten mit den Händen und nicht mit dem Messer. So bleiben die Schnittflächen unregelmäßig und die Creme haftet besser. Ob zuerst Marmelade oder Creme auf das Gebäck kommt, ist letztlich Geschmackssache, auch wenn beide Varianten in Großbritannien leidenschaftlich verteidigt werden.

Varianten, die wirklich zum Grundteig passen

Das Grundrezept lässt sich leicht verändern, ohne seine typische Struktur zu verlieren. Entscheidend ist, trockene Zutaten wie Rosinen oder Schokolade nicht in zu großer Menge einzubauen, sonst wird der Teig schwer.

Variante Zusatz Geschmack und Einsatz
Rosinen-Scones 70 g Rosinen klassisch zur Tea Time, besonders gut mit Erdbeermarmelade
Zitrone Abrieb von 1 Bio-Zitrone frisch und leicht, passt zu Lemon Curd
Schokolade 60 g backfeste Schokostückchen süßer und dessertartiger, ideal zum Kaffee
Käse und Kräuter 80 g geriebener Cheddar, 1 TL Kräuter herzhafte Version, am besten ohne Zucker im Teig
Getrocknete Cranberrys 60 g Cranberrys fruchtig mit etwas mehr Säure

Für herzhafte Scones reduziere ich den Zucker auf einen Teelöffel und ergänze etwas Pfeffer. Cheddar, Schnittlauch und ein Klecks Frischkäse funktionieren hier besser als Marmelade. Bei Schokolade oder Trockenfrüchten würde ich dagegen nicht zusätzlich Zucker erhöhen, weil die Einlagen bereits viel Süße mitbringen.

Diese Fehler machen Scones trocken oder flach

Der Teig wird zu lange bearbeitet

Ein glatter, elastischer Teig sieht zwar ordentlich aus, ist für Scones aber kein gutes Zeichen. Vermenge die Zutaten nur bis zur Verbindung. Ein paar sichtbare Butterstückchen sind kein Makel, sondern helfen bei der luftigen Textur.

Die Teigplatte ist zu dünn

Bei weniger als 2 cm Höhe werden die Scones schnell trocken und erinnern eher an flache Kekse. Eine Dicke von etwa 2,5 cm sorgt für einen guten Kompromiss aus goldener Oberfläche und weicher Mitte.

Der Ofen ist nicht heiß genug

Scones brauchen einen kräftigen Hitzeschub. Warte, bis der Backofen vollständig vorgeheizt ist, bevor das Blech hineinkommt. Bei Umluft reichen meist 200 °C, bei Ober-/Unterhitze sind 220 °C zuverlässiger.

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Die Oberfläche wird zu stark bestrichen

Das Ei gehört nur auf die Oberseite. Läuft es an den Seiten herunter, kann es den Rand verkleben und das Aufgehen behindern. Für eine dezente Farbe kannst du das Ei mit einem Esslöffel Milch verdünnen.

Vorbereiten, aufbewahren und frisch servieren

Frisch schmecken Scones eindeutig am besten. Am Vorabend kannst du die trockenen Zutaten bereits mischen und die Butter würfeln. Die Buttermilch kommt erst kurz vor dem Backen dazu, damit das Backpulver nicht zu früh reagiert.

Ausgestochene, noch ungebackene Scones lassen sich bis zu einen Monat einfrieren. Lege sie einzeln auf ein Brett, friere sie vor und verpacke sie anschließend luftdicht. Backe sie direkt aus dem Tiefkühler und verlängere die Backzeit um etwa drei bis fünf Minuten.

Gebratene oder gebackene Reste bewahre ich höchstens zwei Tage luftdicht auf. Zum Auffrischen genügen fünf Minuten bei 160 °C. Die Mikrowelle macht sie zwar schnell warm, lässt die Oberfläche aber oft weich und etwas gummiartig werden.

Mit wenigen Handgriffen zu wirklich guten Scones

Wenn ich nur drei Dinge auswählen dürfte, wären es kalte Butter, wenig Bearbeitung und ein heißer Ofen. Genau diese Kombination entscheidet stärker über das Ergebnis als eine besondere Mehlsorte oder eine ausgefallene Creme.

Backe die Scones möglichst kurz vor dem Servieren und stelle Marmelade sowie Creme erst dann auf den Tisch. So bleibt das Gebäck innen weich, außen leicht knusprig und bekommt genau den unkomplizierten Charakter, den ich an einer guten britischen Tea Time besonders mag.

Häufig gestellte Fragen

Für 8 Scones brauchst du 300 g Mehl, 8 g Backpulver, 40 g Zucker, ½ TL Salz, 75 g kalte Butter und 180 ml kalte Buttermilch. Ein Ei wird zum Bestreichen verwendet. Gebacken werden die Scones bei 220 °C Ober-/Unterhitze 12 bis 14 Minuten.

Kalte Butter schmilzt erst im heißen Ofen und sorgt dadurch für kleine Zwischenräume sowie eine zarte, leicht blättrige Struktur. Kalte Buttermilch hält den Teig kühl. Verarbeite ihn außerdem nur kurz, damit die Scones nicht zäh und kompakt werden.

Als unkomplizierte Alternative verrührst du 200 g Mascarpone mit 100 ml kalter Schlagsahne und 1 EL Puderzucker. Schlage die Mischung nur so lange auf, bis sie streichfähig ist. Zitronenabrieb passt besonders gut zu sehr süßer Marmelade.

Ja, ausgestochene Scones lassen sich bis zu einem Monat einfrieren. Friere sie zunächst einzeln auf einem Brett vor und verpacke sie danach luftdicht. Backe sie direkt aus dem Tiefkühler und verlängere die Backzeit um etwa 3 bis 5 Minuten.

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Cäcilia Noll

Cäcilia Noll

Mein Name ist Cäcilia Noll und seit nunmehr 10 Jahren tauche ich tief in die Welt der Gastronomie, erlesener Spirituosen und spannender Lifestyle-Trends ein. Diese Leidenschaft hat mich schon früh gepackt, und ich liebe es, die feinen Nuancen hinter einem guten Tropfen oder die neuesten Entwicklungen in der kulinarischen Szene zu entdecken und für Sie aufzubereiten. Bei zaren-hof.de ist es mein Anliegen, Ihnen fundierte Einblicke zu geben, komplexe Themen verständlich zu erklären und stets aktuelle Informationen zu liefern. Ich lege Wert darauf, Trends aufzuspüren, Hintergründe zu beleuchten und Ihnen so einen klaren Überblick über die faszinierenden Bereiche zu verschaffen, die wir hier gemeinsam erkunden.

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